ITSMF  unterstützt eine Untersuchung

Industrie 4.0 / Internet of Things und ITSM

Eine Umfrage des Mitglieds Detecon fragte nach dem Zusammenhang zwischen I4.0 bzw. IoT und dem IT Service Management.

Ziel der Studie war es, die Bedeutung von Industrie 4.0 und Cyber-Physical Systems näher zu untersuchen und mögliche Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette und das IT Service Management zu analysieren. Die Befragung richtete sich an Mitglieder des itSMf Deutschland e.V. und somit an Entscheider und IT Experten aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen.

Wir haben das Dokument gelesen und stellen einige Thesen vor:

  • Wir verstehen Industrie 4.0 als:  Einführung von Cyber-Physical Systems: Verschmelzung von physischer und virtueller Welt
  • Die Mehrzahl der Befragten schätzt die Steigerungspotentiale von Flexibilität und Produktivität auf 20 – 35%. Im Durchschnitt schätzen die Befragten die Steigerungspotentiale für eine erhöhte Flexibilität auf bis zu 35%, für erhöhte Produktivität sogar auf über 35%.
  • Das zusätzliche Volkswirtschaftliche Wachstumspotential durch Industrie 4.0 für Deutschland wird von der BITKOM bis zum Jahr 2025 auf 11,5% geschätzt. Dieses zusätzliche Wertschöpfungspotential liegt damit bei rund 267,45 Milliarden Euro. BITKOM (2015)
  • Durch Industrie 4.0 und Cyber-Physical Systems werden zahlreiche Veränderungen in der Wertschöpfungskette und den Unternehmensaktivitäten erwartet und einhergehend neue Strategien notwendig.
    • Die überwiegende Mehrheit der Befragten stimmt den Aussagen zu. 84% der Befragten glauben an eine verstärkte Integration von Unternehmenseinheiten, sogar 90% glauben an die Möglichkeit zur Erschließung neuer Wertschöpfungsmöglichkeiten und 78% glauben, dass IT Service Provider und Industrieunternehmen stärker zusammen arbeiten müssen.
  • Der Unterschied zwischen der eingeschätzten Veränderung im Allgemeinen und im eigenen Unternehmen könnte bedeuten, dass die erwarteten Veränderungen durch Industrie 4.0 überschätzt werden.
    • Im eigenen Unternehmen schätzen die Befragten großer Unternehmen (> 500 Mitarbeiter) die Veränderungen der Wertschöpfungsaktivitäten durch Industrie 4.0 und CPS höher ein als diejenigen kleiner und mittelständischer Unternehmen (< 500 Mitarbeiter).
    • Durch die umfassende Verknüpfung distinktiver Systeme und Prozesse wird die Komplexität zunehmen und somit auch der Betrieb von ITSM Lösungen immer aufwendiger. 61% der Befragten stimmen zu.
    • Letztendlich wird durch die vermehrte Automatisierung von Prozessen auch die Nachfrage nach automatisierten Service Leistungen steigen.
    • Obwohl die Nachfrage nach automatisierten IT Service Leistungen erwartungsgemäß steigen wird, so wird nicht erwartet (55% stimmen nicht zu), dass das ITSM in der Zukunft vermehrt intern gesteuert werden kann.
    • Die größten Hindernisfaktoren, für eine Umsetzung von Industrie 4.0, sehen die Befragten bei den finanziellen Anforderungen und dem Know-how.

Kontakt:

Für die Region Saar: C.huschens (at) teach.de